Neurodermitis
Die Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist eine schubweise verlaufende, juckende, entzündliche Hauterkrankung, die auf dem Boden einer genetisch vererbten Neigung zu Hauttrockenheit und Allergien entsteht und durch äußere Faktoren provozierbar ist. In den Industrieländern hat sich das Auftreten der Neurodermitis in den letzten 3 Dekaden verdreifacht. Hierbei sind ca. 10-20% der Kinder bis zur Einschulung und im Erwachsenenalter noch 1-3% der Bevölkerung betroffen. Gemeinsam mit der Neurodermitits wird die Neigung zum Heuschnupfen (Rhinokonjunktivitis allergika) und zum allergisch bedingten Asthma (Asthma allergika) vererbt.
Abhängig vom Lebensalter und der Intensität des Ekzems zeigen sich unterschiedliche klinische Erscheinungsformen von trockener schuppender Haut bis hin zu geröteten nässenden, häufig zerkratzten Ekzemen. Hierbei können umschriebene (Beugenekzeme) oder flächig betroffene Hautveränderungen auftreten. Typisch ist ein quälender, anfallsartig auftretender Juckreiz, der zu Schlafstörungen führen und mit starkem Leidensdruck einhergehen kann.
Untersuchungen bei Neurodermitis
Allergologische Hauttestungen (Pricktest)
Bestimmung des spezifischen IgE (CAP-RAST) im Blut
Entnahme von Hautabstrichen für die bakteriologische Untersuchung
Entnahme von Hautmaterial zur kulturellen Anzucht und Nachweis von Pilzen
Therapie der Neurodermitis
phasengerechte Basistherapie zur Wiederherstellung der Hautoberfläche (Hautbarriere)
medikamentöse antientzündliche Lokaltherapie
medikamentöse antientzündliche Systemtherapie