Hautkrebsvorsorge
(Hautscreening, Pigmentmalcheck, Hautcheck)

Die Hautkrebsvorsorge nimmt einen großen Stellenwert in unserer Praxis ein, da der Hautkrebs zu den häufigsten Krebsformen des Menschen gehört. Es konnte in Studien gezeigt werden, dass durch die rechtzeitige Erkennung der Frühformen des weißen und schwarzen Hautkrebses die Prognose deutlich verbessert werden kann.

Die Hautkrebsvorsorge ist für alle Menschen und im besonderen für die mit sonnenempfindlichem, hellem Hauttyp, häufigen Sonnenbränden, vermehrten Muttermalen und Hautkrebs in der Familie zu empfehlen. Wir erheben ihre eigene Krankengeschichte und die ihrer Familie. Während der Hautuntersuchung des gesamten Körpers setzen wir zur genauen Begutachtung ein hochauflösendes Auflichtmikroskop (Visiomed) sowie die digitale Videodermatoskopie (Fotofinder) mit computergestützter Pigmentmalanalyse ein.

Ergibt sich aus der Hautkrebsvorsorge die Indikation zur Entfernung einer gut- oder bösartigen Hautveränderung, kann der Großteil der operativen Eingriffe in unserer Praxis durchgeführt werden.

Gutartige und bösartige Hautveränderungen zur chirurgischen Entfernung oder Lasertherapie:



Mit geringem Aufwand ist mit der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung eine schnelle Aussage möglich und ein wichtiger Schritt zum Erhalt der eigenen Gesundheit getan.

Auffällige Pigmentmale (atypische Naevi, Muttermale und Leberflecken)

Abhängig vom Hauttyp kommt es zur Ausbildung einer unterschiedlichen Anzahl von Pigmentmalen (Muttermale, Leberflecken). Findet eine Veränderung der Zellen innerhalb eines solchen Pigmentmals statt, kann ein bösartiges ungebremstes Wachstum (schwarzer Hautkrebs, Melanom) daraus hervorgehen. In der hautfachärztlichen Untersuchung sind mit Hilfe des Auflicht- und Videodermatoskops Veränderungen der Größe, Farbe, Begrenzung und Struktur eines Pigmentmals zu erkennen. Auffällige Muttermale können so frühzeitig erkannt und operativ entfernt werden, so dass ein Fortschreiten in bösartiges Wachstum verhindert wird.

Therapie auffälliger Pigmentmale:

In jedem Fall sollte ein verdächtiges Pigmentmal operativ entfernt und feingeweblich (histologisch) untersucht werden.

Hautkrebsvorstufe (Präkanzerose, aktinische Keratose, solare Keratose, Sonnenwarze)

Als Folge jahrelanger UV-Exposition entstehen unbemerkt Zellschäden in den nicht pigmentierten Hornzellen der Haut, die zur Ausbildung von weißen Hautkrebsvorstufen, aktinischen (= durch Strahlung hervorgerufene) Keratosen führen können. Am häufigsten betroffen sind sonnenexponierte Körperregionen wie die Stirn, die unbehaarte Kopfhaut, die Ohrmuscheln, der Nasenrücken und die Handrücken bei hellhäutigen Menschen. Es handelt sich um eine mit fortschreitendem Alter zunehmend vorkommende Hauterkrankung, die nicht zu Schmerzen oder anderen Beschwerden führt. Da es bei Nichtbehandlung in 10-20% zu bösartigem Wachstum, d.h. Umwandlung in den weißen Hautkrebs (Spinaliom) kommen kann, sollten bereits die Vorstufen konsequent behandelt werden.

Therapie der Hautkrebsvorstufen:


Anschließend sind regelmäßige Untersuchungen zur Kontrolle und Stabilisierung des Befundes zu empfehlen.