Haarerkrankungen (Haarausfall, Alopezie)

Die häufigste, den Patienten sehr belastende Haarerkrankung ist der Haarausfall. Hierbei muss der normale Haarausfall (bis 100 Haare/Tag) vom krankhaften Haarausfall (über 100 Haare/Tag) unterschieden werden. Nur beim krankhaften Haarausfall kommt es zu einer langsamen Abnahme der Dichte des Kopfhaares.

Untersuchungen bei Haarausfall:


  • Auflichtmikroskopie
  • Computergestützte Haaranalyse (Trichoscan)
  • Entnahme von Haut- und Haarmateriel zur mikrobiologischen Untersuchung
  • Entnahme einer Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung
  • Blutentnahme zur serologischen Untersuchung

Formen des Haarausfalls:


  • erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • hormoneller nach der Geburt auftretender Haarausfall (postpartales Effluvium)
  • im Rahmen einer Erkrankung oder durch Medikamente bedingter Haarausfall (diffuses Telogeneffluvium bei Eisenmangel oder nach Chemotherapie)
  • kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata)
  • Knötchenflechte der Kopfhaut (Lichen planopilaris)
  • vernarbender Haarausfall (Follikulitis decalvans)

An erster Stelle steht die frühzeitige Diagnosestellung, um eine schnellstmögliche Therapie mit spezifischen Haartinkturen, Shampoos, antientzündlichen lokal oder systemisch wirksamen Medikamenten einzuleiten. Hierdurch kann der Haarausfall meist gestoppt und ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.